Pressemitteilung
Die neue deutschsprachige Plattform PornoPause.de möchte Menschen dabei unterstützen, ihren Pornografiekonsum bewusster wahrzunehmen, persönliche Gewohnheiten zu reflektieren und bei Bedarf selbstbestimmt zu verändern.
Nach Angaben der Techniker Krankenkasse sind in Deutschland schätzungsweise rund eine Million Menschen von einer Pornografie-Nutzungsstörung betroffen. Diese Schätzung verdeutlicht die gesellschaftliche Bedeutung des Themas. Regelmäßiger Pornografiekonsum allein bedeutet jedoch nicht, dass eine Erkrankung vorliegt. Entscheidend sind insbesondere Kontrollverlust und persönlicher Leidensdruck. [1]
„Wer seinen Pornografiekonsum verändern möchte, braucht keine Schuldgefühle, sondern einen ersten machbaren Schritt. Mit PornoPause wollen wir einen Raum schaffen, in dem Menschen ihre Gewohnheiten ehrlich betrachten und eigene Entscheidungen treffen können – ohne Scham, ohne Druck und in ihrem eigenen Tempo.“ Thomas Becker, Gründer von PornoPause
Im Mittelpunkt steht ein niedrigschwelliger Ansatz, der auf Schuldzuweisungen, moralische Bewertungen und unrealistische Versprechen verzichtet. Stattdessen setzt PornoPause auf wissenschaftlich informierte Inhalte, persönliche Reflexion und praktische Unterstützung im Alltag.
Bewusster Umgang statt pauschaler Verurteilung
Pornografie gehört für viele Menschen zum digitalen Alltag. Nicht jeder regelmäßige Konsum ist problematisch. Entscheidend ist vielmehr, ob das eigene Verhalten noch mit den persönlichen Bedürfnissen, Beziehungen und Lebenszielen vereinbar ist.
PornoPause möchte insbesondere Menschen erreichen, die sich fragen, ob sie ihren Konsum noch selbst steuern oder ob bestimmte Gewohnheiten zunehmend ihren Alltag beeinflussen.
Kostenloser Selbsttest als Einstieg
Ein zentraler Bestandteil der Plattform ist ein kostenloser Selbsttest, der ohne Registrierung direkt im Browser durchgeführt werden kann.
Er bietet eine erste Orientierung zum eigenen Konsumverhalten und soll dazu anregen, persönliche Gewohnheiten zu hinterfragen.
Ergänzend entwickelt PornoPause strukturierte Programme, mit denen Nutzerinnen und Nutzer ihre individuellen Ziele verfolgen können. Der Selbsttest ist kostenlos, weiterführende Programme sind kostenpflichtig.
Privatsphäre und Selbstbestimmung
Gerade bei sensiblen Themen wie Sexualität und Pornografiekonsum ist Datenschutz von besonderer Bedeutung.
Der kostenlose Selbsttest funktioniert ohne Benutzerkonto. Die Antworten werden nicht dauerhaft gespeichert. Für weiterführende Programme gelten gesonderte Datenschutzregelungen.
Wissenschaftlich informiert und ohne Stigmatisierung
Aktuelle Forschung zeigt, wie wichtig eine differenzierte Betrachtung ist. Eine im August 2026 veröffentlichte Metaanalyse von Sheikhi, Mohammadkhani und Akbari wertete 97 Veröffentlichungen mit 111 unabhängigen Stichproben aus. Problematischer Pornografiekonsum stand unter anderem mit starkem Verlangen, Schwierigkeiten bei der Emotionsregulation, depressiven Symptomen und Einsamkeit in Zusammenhang. Die Ergebnisse belegen Zusammenhänge, erlauben aber keine pauschalen Aussagen über Ursache und Wirkung. [2]
Eine weitere Metaanalyse von Chew, Yow und Tan aus dem Jahr 2025 untersuchte 22 Arbeiten mit insgesamt 31.566 Teilnehmenden. Sie zeigte, dass Angaben zur Häufigkeit problematischen Pornografiekonsums erheblich davon abhängen, welche Bevölkerungsgruppen und Messinstrumente untersucht werden. Internationale Ergebnisse lassen sich deshalb nicht unmittelbar als Zahl der Erkrankten in Deutschland interpretieren. [3]
PornoPause greift solche Forschungsergebnisse auf, um Inhalte verständlich und ohne Stigmatisierung einzuordnen. Die genannten Studien untersuchen nicht die Wirksamkeit von PornoPause. Die Plattform versteht sich als Selbsthilfeangebot; der Selbsttest bietet Orientierung und ersetzt ebenso wenig wie die Programme eine medizinische oder psychotherapeutische Diagnose und Behandlung.
Deutscher und internationaler Ansatz
Mit PornoPause.de richtet sich das Angebot zunächst an den deutschsprachigen Raum.
Parallel entsteht mit PornLess.app eine englischsprachige Plattform, die das Konzept international zugänglich machen soll.
Beide Angebote verfolgen denselben Grundgedanken:
Kleine Schritte. Dein eigener Weg.
Über PornoPause
PornoPause ist eine digitale Selbsthilfeplattform zur bewussten Reflexion und möglichen Reduktion des Pornografiekonsums. Das Angebot verbindet wissenschaftlich informierte Inhalte mit niedrigschwelligen digitalen Werkzeugen und legt besonderen Wert auf Datenschutz, Selbstbestimmung und einen respektvollen Umgang mit den Nutzerinnen und Nutzern.
Website: https://pornopause.de Internationale Website: https://pornless.app
Pressekontakt: Thomas Becker Gründer von PornoPause TAB Medien
Buchwaldstraße 3, 60385 Frankfurt am Main
Quellen und weiterführende Links
[1] Techniker Krankenkasse: PornLoS – ein Projekt zur Behandlung von Pornosucht.


