Prävention braucht Zeit
Rund ein Fünftel der Schülerinnen und Schüler in Deutschland ist von Cybermobbing betroffen. Ein Bericht des Bayerischen Rundfunks stellt das Programm „Medienhelden“ vor, das an der Freien Universität Berlin entwickelt wurde. Es läuft mindestens drei Monate und vermittelt unter anderem Medienkompetenz, Empathie und Strategien zum Umgang mit digitaler Gewalt.
Laut den im Bericht beschriebenen Evaluationen verbesserte das Programm die Medienkompetenz und das Klassenklima und senkte das Risiko für aggressives Cybermobbing signifikant. Einzelne Vorträge oder Präventionstage seien dagegen nicht nachhaltig wirksam. Die Befunde beziehen sich auf Cybermobbing und das untersuchte Programm. [1]
Griechenland setzt auf eine Altersgrenze
Parallel dazu beschloss das griechische Parlament am 23. Oktober ein Verbot der Nutzung sozialer Medien für unter 15-Jährige. Es soll am 1. Januar 2027 in Kraft treten. Die Plattformen sollen eine Altersprüfung entwickeln und zugleich die Privatsphäre schützen. [2]
Damit stehen zwei unterschiedliche Schutzansätze nebeneinander: verbindliche Regeln für den Zugang zu Plattformen und längerfristige Medienbildung, die jungen Menschen konkrete Fähigkeiten vermitteln soll.
Was das für PornoPause bedeutet – und was nicht
Die Ergebnisse zu „Medienhelden“ belegen nicht, dass ein bestimmtes Selbsthilfeprogramm bei problematischem Pornografiekonsum wirksam ist. Cybermobbing-Prävention und die Reflexion des Pornografiekonsums sind unterschiedliche Themen.
Die Forschung liefert dennoch einen hilfreichen Impuls für Präventionsangebote: Kontinuierliche Begleitung, Selbstreflexion und nachvollziehbare Lernschritte können mehr bieten als einmalige Warnhinweise. PornoPause setzt deshalb auf Inhalte und Übungen, die Menschen in ihrem eigenen Tempo nutzen können – ohne Scham und ohne Druck.
Quellen und weiterführende Links
[1] BR24: Cybermobbing – So lassen sich Jugendliche besser schützen, 26. Oktober 2026.


