Warum ich PornoPause.de und PornLess.app gegründet habe
Rund eine Million Menschen in Deutschland sind Schätzungen zufolge von einer Pornografie-Nutzungsstörung betroffen. Dahinter stehen Menschen, die ihren Konsum kaum noch kontrollieren können und unter den Folgen leiden.
Mit PornoPause.de und der englischsprachigen Variante PornLess.app möchte ich Erwachsene unterstützen, ihren Pornografiekonsum zu reflektieren, zu reduzieren oder bewusst zu pausieren. Dabei gilt: Angst, Scham oder Schuldgefühle sollen keine Verkaufsargumente sein.
Über Pornografie wird viel gesprochen – insbesondere über Minderjährige und den einfachen Zugang im Internet. Weniger darüber, was passiert, wenn der Konsum im Erwachsenenalter zunehmend den Alltag bestimmt. Genau an diese Erwachsenen richtet sich mein Angebot.
Regelmäßiger Konsum allein bedeutet keine Erkrankung. Entscheidend sind Kontrollverlust, Leidensdruck und Beeinträchtigungen im Alltag. Kann ich aufhören, wenn ich möchte? Vernachlässige ich Beziehungen oder Aufgaben? Solche Fragen brauchen einen Rahmen, in dem Menschen ehrlich mit sich sein können.
Bei der Recherche zu bestehenden Apps begegneten mir Angebote, deren Ansprache ich als moralisch wertend oder stark religiös geprägt empfand. Das hat meinen Anspruch geschärft: PornoPause.de und PornLess.app sollen wertschätzend und weltanschaulich offen sein. Niemand soll sich für seine Sexualität rechtfertigen müssen.
Im Mittelpunkt stehen persönliche Veränderungswünsche.
Das Selbsthilfeangebot soll helfen, Verhaltensmuster zu verstehen und Veränderungen im Alltag anzugehen. Selbsttests dienen der Orientierung; das Angebot ersetzt keine professionelle Diagnose oder Behandlung.
Das Forschungsprojekt PornLoS verdeutlicht den Bedarf: Der Gemeinsame Bundesausschuss beschreibt eine Versorgungslücke und eine häufig lange Suche nach geeigneter Hilfe. Hier möchte ich mit einem zugänglichen Selbsthilfeangebot einen Beitrag leisten.
Neben der Suchtprävention hat meine Motivation auch eine wirtschaftliche Perspektive.
Ich möchte ein Unternehmen aufbauen, das Menschen unterstützt und sich langfristig trägt. Entwicklung, Betrieb und Verbesserung brauchen eine finanzielle Grundlage.
Auch der US-Markt interessiert mich. Tech Times berichtete im April 2025 für Wettbewerber QUITTR über rund 250.000 US-Dollar monatlich Umsatz. Mit PornoPause.de möchte ich ein Angebot schaffen, dessen konkreter Nutzen eine Bezahlung rechtfertigt. Wirtschaftliche Tragfähigkeit, respektvolle Ansprache und ehrliche Grenzen gehören für mich zusammen.
Für die Weiterentwicklung freue ich mich über den Austausch mit Fachleuten aus Psychologie, Sexualberatung und digitaler Gesundheit sowie über persönliche Erfahrungen.
Welche Unterstützung fehlt euch – und was macht digitale Selbsthilfe vertrauenswürdig? Testet PornoPause.de kostenlos! Ich freue mich auf euer Feedback.
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